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Folge 7Einführung
Der Aufstieg der „Abo-Ökonomie“ hat Branchen von Software bis Automobil revolutioniert – und nun auch den Markt für Wasserspender. Hier kommt Water-as-a-Service (WaaS) ins Spiel, ein Modell, das den Fokus vom Produktbesitz auf nahtlose, nachhaltige Trinkwasserlösungen verlagert. Dieser Blogbeitrag untersucht, wie WaaS Geschäftsstrategien, Kundenerwartungen und Umweltauswirkungen in der globalen Wasserspenderbranche neu definiert.

Was ist Wasser als Dienstleistung?
WaaS bündelt Wasserspender, Wartung, Filter und sogar Wasserqualitätsüberwachung in monatlichen oder jährlichen Abonnements. Kunden zahlen für den Zugang, nicht für das Eigentum, während die Anbieter die Kontrolle über Hardware und Wartung behalten. Zu den wichtigsten Anbietern gehören:

Culligan International: Bietet Büroabonnements an, die Installation, Reparaturen und Filterwechsel abdecken.

Quench USA: Zielt mit „All-inclusive“-Angeboten auf Fitnessstudios und Schulen.
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30–50/Monat.

Startups wie Bevi: Bieten intelligente, aromatisierte Wasserspender mit Pay-per-Use-Modellen in Coworking-Spaces an.

Der WaaS-Markt wird laut Prognosen von Frost & Sullivan bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 14 % wachsen und damit den traditionellen Umsatz übertreffen.

Warum WaaS immer mehr an Bedeutung gewinnt
Kosteneffizienz für Unternehmen

Kein Anfangskapital für Hardware: Büros sparen ca. 40 % im Vergleich zum Kauf von Premium-Spendern.

Planbares Budget: Festpreise verhindern unerwartete Reparaturkosten.

Anreize für Nachhaltigkeit

Die Anbieter optimieren das Filterrecycling und die Lebensdauer der Geräte und reduzieren so Elektroschrott.

Flaschenlose Systeme im Rahmen von WaaS reduzieren den Plastikverbrauch in Unternehmen um 80 % (Ellen MacArthur Foundation).

Technologiegetriebener Komfort

IoT-Sensoren bestellen automatisch Filter und weisen auf Wartungsbedarf hin, wodurch Ausfallzeiten minimiert werden.

Nutzungsanalysen helfen Facility Managern, den ROI und Trends bei der Flüssigkeitszufuhr der Mitarbeiter zu verfolgen.

Fallstudie: Wie Starbucks mit WaaS Erfolg hatte
Im Jahr 2022 ging Starbucks eine Partnerschaft mit Ecolab ein, um 10.000 WaaS-Spender in US-Filialen zu installieren:

Ergebnis: 50% Reduzierung des Abfalls durch Einwegbecher (Kunden füllen wiederverwendbare Flaschen auf).

Technologieintegration: Die mobile App synchronisiert sich mit den Ausgabegeräten für personalisierte Bestellungen (z. B. „150°F grüner Tee“).

Markenloyalität: Das „Hydration Rewards“-Programm steigert die Kundenbesuche um 18 %.

Herausforderungen im WaaS-Modell
Verbraucherskepsis: 32 % der Haushalte misstrauen Abonnementverträgen (YouGov).

Logistische Komplexität: Die Verwaltung verteilter Einheiten erfordert robuste IoT-Netzwerke und lokale Techniker.

Regulatorische Hürden: Die Einhaltung der Wasserqualitätsstandards variiert je nach Region, was die Standardisierung der Dienstleistungen erschwert.

Regionale Adoptionstrends
Nordamerika: Marktführer mit 45 % Marktanteil; Technologiezentren wie der Hauptsitz von Google nutzen WaaS für die ESG-Berichterstattung.

Europa: Gesetze zur Kreislaufwirtschaft (z. B. das EU-Recht auf Reparatur) begünstigen WaaS-Anbieter, die generalüberholte Geräte anbieten.

Asien: Startups wie DrinkPrime in Indien nutzen WaaS, um Haushalte mit niedrigem Einkommen zu bedienen (2-Dollar-Monats-Tarife).

Die Zukunft von WaaS: Jenseits von Wasser
Wellness-Zusatzleistungen: Zusammenstellung von Vitaminkartuschen, Elektrolyt-Boosts oder CBD-haltigem Wasser für Premium-Tarife.

Smart-City-Integration: Städtische WaaS-Netzwerke in Parks und Verkehrsknotenpunkten, finanziert durch werbefinanzierte „kostenlose Trinkzonen“.

KI-gestützte Wassersommeliers: Wasserspender, die Mineralstoffprofile auf Basis von Gesundheitsdaten des Nutzers empfehlen.

Abschluss
Wasser als Dienstleistung (Water-as-a-Service, WaaS) ist nicht nur eine innovative Abrechnungsmethode, sondern ein Paradigmenwechsel hin zu Ressourceneffizienz und kundenorientierter Wasserversorgung. Angesichts des zunehmenden Klimawandels und der Tatsache, dass die Generation Z den Zugang dem Besitz vorzieht, wird WaaS das Wachstum von Wasserspendern im nächsten Jahrzehnt voraussichtlich maßgeblich prägen. Unternehmen, die dieses Modell beherrschen, werden nicht nur Geräte verkaufen, sondern langfristige Partnerschaften aufbauen – Schluck für Schluck.

Bleiben Sie abonniert, trinken Sie ausreichend.


Veröffentlichungsdatum: 12. Mai 2025