Eine aktuelle Umfrage der Water Quality Association ergab, dass 30 Prozent der privaten Wasserversorger sich Sorgen um die Qualität ihres Leitungswassers machen. Dies mag erklären, warum US-Verbraucher im vergangenen Jahr über 16 Milliarden Dollar für Flaschenwasser ausgaben und warum der Markt für Wasserfilter weiterhin ein rasantes Wachstum verzeichnet und bis 2022 voraussichtlich 45,3 Milliarden Dollar Umsatz generieren wird, da die Unternehmen der Branche bestrebt sind, die Kundennachfrage zu befriedigen.
Die Besorgnis über die Wasserqualität ist jedoch nicht der einzige Grund für das Wachstum dieses Marktes. Weltweit haben wir fünf wichtige Trends beobachtet, die unserer Ansicht nach allesamt zur weiteren Entwicklung und Expansion des Marktes beitragen werden.
1. Schlankere Produktprofile
In ganz Asien zwingen steigende Immobilienpreise und die zunehmende Landflucht die Menschen dazu, auf kleinerem Raum zu leben. Da immer weniger Ablagefläche für Haushaltsgeräte zur Verfügung steht, suchen Verbraucher nach Produkten, die nicht nur Platz sparen, sondern auch für Ordnung sorgen. Der Markt für Wasserfilter reagiert auf diesen Trend mit der Entwicklung kleinerer und schlankerer Produkte. Coway hat beispielsweise die Produktlinie MyHANDSPAN entwickelt, deren Filter nicht breiter als eine Handspanne sind. Da zusätzlicher Platz auf der Arbeitsfläche sogar als Luxus gelten kann, ist es nachvollziehbar, dass Bosch Thermotechnologie die Bosch AQ-Serie von Wasserfiltern für den Hausgebrauch entwickelt hat, die so konzipiert sind, dass sie unter der Arbeitsplatte Platz finden und somit unsichtbar sind.
Es ist unwahrscheinlich, dass Wohnungen in Asien in absehbarer Zeit größer werden, daher müssen Produktmanager in der Zwischenzeit weiterhin um mehr Platz in den Küchen der Verbraucher kämpfen, indem sie kleinere und schlankere Wasserfilter entwickeln.
2. Remineralisierung für Geschmack und Gesundheit
Alkalisches und pH-ausgeglichenes Wasser ist in der Mineralwasserindustrie ein immer größerer Trend, und nun wollen auch Hersteller von Wasseraufbereitungsanlagen ein Stück vom Kuchen abhaben. Unterstützt wird ihr Vorhaben durch die wachsende Nachfrage nach Wellnessprodukten, in der Marken der Konsumgüterindustrie versuchen, von den 30 Milliarden Dollar zu profitieren, die Amerikaner für alternative Gesundheitsansätze ausgeben. Ein Unternehmen, Mitte®, bietet ein intelligentes Wasseraufbereitungssystem für Zuhause an, das über die reine Reinigung hinausgeht und das Wasser durch Remineralisierung anreichert. Sein Alleinstellungsmerkmal? Das Wasser von Mitte ist nicht nur rein, sondern auch gesund.
Natürlich ist die Gesundheit nicht der einzige Faktor, der den Trend zur Remineralisierung antreibt. Der Geschmack von Wasser, insbesondere von Flaschenwasser, ist ein viel diskutiertes Thema, und Spurenelemente gelten heute als entscheidender Geschmacksfaktor. BWT gibt mithilfe seiner patentierten Magnesiumtechnologie während des Filtrationsprozesses Magnesium an das Wasser zurück, um einen besseren Geschmack zu gewährleisten. Dies gilt nicht nur für reines Trinkwasser, sondern trägt auch zur Geschmacksverbesserung anderer Getränke wie Kaffee, Espresso und Tee bei.
3. Wachsender Bedarf an Desinfektion
Weltweit haben schätzungsweise 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, davon 289 Millionen im asiatisch-pazifischen Raum. Viele Wasserquellen in Asien sind durch Industrie- und Siedlungsabfälle verschmutzt, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit E. coli-Bakterien im Vergleich zu anderen wasserübertragenen Viren extrem hoch ist. Daher müssen Wasseraufbereitungsanbieter der Wasserdesinfektion höchste Priorität einräumen. Wir beobachten, dass die Reinigungsleistung von Wasseraufbereitungsanlagen von den NSF-Klassen A/B abweicht und sich an überarbeitete Standards wie 3-log E. coli anpasst. Dies bietet einen akzeptablen, kontinuierlichen Schutz für Trinkwassersysteme und ist dabei kostengünstiger und mit kleinerem Platzbedarf als höhere Desinfektionsstufen.
4. Echtzeit-Wasserqualitätsmessung
Ein aufkommender Trend bei Smart-Home-Geräten sind vernetzte Wasserfilter. Durch die kontinuierliche Bereitstellung von Daten an App-Plattformen können diese Filter vielfältige Funktionen übernehmen – von der Überwachung der Wasserqualität bis hin zur Anzeige des täglichen Wasserverbrauchs. Diese Geräte werden immer intelligenter und haben das Potenzial, sich vom privaten Bereich auf kommunale Einrichtungen auszuweiten. Beispielsweise könnten Sensoren in einem städtischen Wassernetz die Behörden nicht nur sofort über Verunreinigungen informieren, sondern auch den Wasserstand genauer überwachen und so die Versorgung ganzer Gemeinden mit sauberem Wasser sicherstellen.
5. Halten Sie es funkelnd
Falls Ihnen LaCroix noch nie etwas gesagt hat, leben Sie wohl unter einem Stein. Der Hype um die Marke, der von manchen schon als Kult bezeichnet wird, hat auch andere Unternehmen wie PepsiCo dazu veranlasst, vom Erfolg zu profitieren. Wasserfilterhersteller, die die Trends des Mineralwassermarktes aufgreifen, setzen ebenfalls auf Sprudelwasser. Ein Beispiel dafür ist der Sprudelwasserfilter von Coway. Verbraucher sind bereit, für qualitativ hochwertigeres Wasser zu zahlen, und Wasserfilterhersteller versuchen, dieser Bereitschaft mit neuen Produkten gerecht zu werden, die sowohl die Wasserqualität als auch die Verbraucherpräferenzen berücksichtigen.
Dies sind nur fünf Trends, die wir derzeit auf dem Markt beobachten. Da sich die Welt jedoch immer mehr in Richtung eines gesünderen Lebensstils entwickelt und die Nachfrage nach reinem Trinkwasser steigt, wird auch der Markt für Wasserfilter wachsen und eine Reihe neuer Trends mit sich bringen, die wir mit Sicherheit im Auge behalten werden.
Veröffentlichungsdatum: 02.12.2020
