Nachricht

Wer die Wildnis erkundet, braucht Wasser, doch ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist nicht so einfach wie das Trinken von Wasser direkt aus Bächen und Seen. Um sich vor Protozoen, Bakterien und sogar Viren zu schützen, gibt es zahlreiche Wasserfilter- und -reinigungssysteme, die speziell fürs Wandern entwickelt wurden (viele der hier vorgestellten Modelle eignen sich auch hervorragend für Tageswanderungen, Trailrunning und Reisen). Seit 2018 testen wir Wasserfilter auf unseren Abenteuern in der Ferne und in der Nähe. Unsere 18 aktuellen Favoriten umfassen alles von ultraleichten Quetschfiltern und chemischen Tropfsystemen bis hin zu Pumpen und großen Schwerkraftfiltern. Weitere Informationen finden Sie in unserer Vergleichstabelle und den Kauftipps unterhalb unserer Empfehlungen.
Anmerkung der Redaktion: Wir haben diesen Ratgeber am 24. Juni 2024 aktualisiert und den Grayl GeoPress Wasserfilter zu unserem Testsieger für internationale Reisen ernannt. Außerdem haben wir Informationen zu unseren Testmethoden hinzugefügt, einen Abschnitt zur Wassersicherheit auf Reisen ins Ausland in unsere Kaufberatung aufgenommen und sichergestellt, dass alle Produktinformationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell waren.
Typ: Schwerkraftfilter. Gewicht: 326 g. Filterleistung: 1500 Liter. Vorteile: Filtert und speichert große Wassermengen einfach und schnell; ideal für Gruppen. Nachteile: Sperrig; man benötigt eine ausreichende Wasserquelle, um den Beutel zu füllen.
Der Platypus GravityWorks ist zweifellos einer der praktischsten Wasserfilter auf dem Markt und ein absolutes Muss für jeden Campingausflug. Das System kommt ohne Pumpen aus, ist kinderleicht zu bedienen, filtert bis zu 4 Liter Wasser auf einmal und hat eine hohe Durchflussrate von 1,75 Litern pro Minute. Die Schwerkraft erledigt den Rest: Einfach den 4-Liter-Behälter mit dem Schmutzwasser füllen, an einen Ast oder Felsen hängen, und schon nach wenigen Minuten hat man 4 Liter sauberes Trinkwasser. Dieser Filter ist ideal für größere Gruppen, aber auch auf kleineren Touren ist er praktisch, da man schnell das Tageswasser abfüllen und zum Camp zurückkehren kann, um die Flaschen aufzufüllen (der saubere Beutel dient gleichzeitig als Wasserreservoir).
Im Vergleich zu einigen der minimalistischeren Alternativen weiter unten ist das Platypus GravityWorks mit seinen zwei Beuteln, einem Filter und einigen Schläuchen kein kleines Gerät. Außerdem kann die Wassergewinnung schwierig sein, sofern man keine ausreichend tiefe oder fließende Wasserquelle zur Verfügung hat (ähnlich wie bei anderen Beutelsystemen). Mit 135 US-Dollar gehört das GravityWorks zu den teureren Wasserfiltersystemen. Wir schätzen jedoch den Komfort, insbesondere für Wandergruppen oder im Basislager, und finden, dass sich der Preis und das Fassungsvermögen in diesen Situationen lohnen. … Weiterlesen: Platypus GravityWorks Testbericht Platypus GravityWorks 4L ansehen
Typ: Komprimierter/Linearfilter. Gewicht: 85 g. Filterlebensdauer: Lebenslang. Vorteile: Ultraleicht, hoher Durchfluss, lange Lebensdauer. Nachteile: Für eine optimale Konfiguration ist zusätzliches Zubehör erforderlich.
Der Sawyer Squeeze ist der Inbegriff ultraleichter Wasseraufbereitung und seit Jahren ein unverzichtbarer Begleiter auf Campingausflügen. Er überzeugt mit vielen Vorteilen, darunter sein schlankes Design mit nur 85 Gramm Gewicht, eine lebenslange Garantie (Sawyer stellt nicht einmal Ersatzkartuschen her) und ein sehr günstiger Preis. Zudem ist er unglaublich vielseitig: Im einfachsten Fall füllt man einen der beiden mitgelieferten 950-ml-Beutel mit verschmutztem Wasser und drückt es in eine saubere Flasche, einen Trinkbeutel, einen Topf oder direkt in den Mund. Der Sawyer wird außerdem mit einem Adapter geliefert, sodass man den Squeeze als Inline-Filter in einem Trinkrucksack oder mit einer zusätzlichen Flasche oder einem Tank für ein Schwerkraftsystem verwenden kann (ideal für Gruppen und Basislager).
Der Sawyer Squeeze hat in den letzten Jahren starke Konkurrenz bekommen, insbesondere durch Produkte wie den LifeStraw Peak Squeeze, den Katadyn BeFree und den Platypus Quickdraw (siehe unten). Diese Designs spiegeln unseren Fokus bei Sawyer wider: Beutel. Der mitgelieferte Beutel des Sawyer ist nicht nur flach und ohne Griffe, was das Wasserauffangen erschwert, sondern weist auch erhebliche Mängel in der Haltbarkeit auf (wir empfehlen stattdessen eine Smartwater-Flasche oder einen robusteren Evernew- oder Cnoc-Tank). Trotz dieser Kritikpunkte ist der Squeeze in puncto Vielseitigkeit und Langlebigkeit unübertroffen und daher eine attraktive Option für alle, die das Maximum aus ihrer Ausrüstung herausholen möchten. Wer es leichter mag, findet bei Sawyer auch die „Mini“- (siehe unten) und die „Mikro“-Version. Beide Varianten haben jedoch einen sehr geringen Durchfluss und die Gewichtsersparnis von maximal 30 Gramm ist den Aufpreis nicht wert. Sawyer Squeeze Wasserfilter ansehen
Typ: Komprimierter Filter. Gewicht: 57 g. Filterleistung: 1500 Liter. Vorteile: Hervorragender Filter, der in gängige Softflasks passt. Nachteile: Keine Behälter – falls Sie welche benötigen, empfehlen wir die Softflasks Flux und Seeker von HydraPak.
Der 42-mm-HydraPak-Filteraufsatz ist das neueste Produkt einer Reihe innovativer Quetschfilter und ergänzt die unten aufgeführten Filter Katadyn BeFree, Platypus QuickDraw und LifeStraw Peak Squeeze. Wir haben alle diese Filter in den letzten vier Jahren ausgiebig getestet, und der HydraPak ist dabei der vielleicht beeindruckendste. Der separat für 35 US-Dollar erhältliche HydraPak lässt sich auf den Hals jeder 42-mm-Flasche schrauben (wie beispielsweise die Softflaschen, die Laufwesten von Salomon, Patagonia, Arc'teryx und anderen Herstellern beiliegen) und filtert Wasser mit einer Rate von über einem Liter pro Liter und Minute. Wir empfanden den HydraPak als leichter zu reinigen als den QuickDraw und den Peak Squeeze und er hat eine längere Filterlebensdauer als der BeFree (1.500 Liter gegenüber 1.000 Litern).
BeFree war einst das beliebteste Produkt in dieser Kategorie, wurde aber schnell von HydraPak überholt. Einer der Hauptunterschiede zwischen den beiden Filtern liegt im Design des Verschlusses: Der Flux hat einen deutlich hochwertigeren Verschluss mit einer robusten Schwenköffnung, die die Hohlfasern im Inneren gut schützt. Im Vergleich dazu wirkt der Ausgießer von BeFree billig und erinnert an Einweg-Plastikflaschen; der Verschluss reißt zudem leicht ab, wenn man nicht vorsichtig ist. Wir stellten außerdem fest, dass die Durchflussrate des HydraPak über einen längeren Zeitraum recht konstant blieb, während die Durchflussrate unseres BeFree trotz häufiger Reinigung nachließ. Die meisten Läufer besitzen bereits ein oder zwei Trinkflaschen, aber falls Sie einen HydraPak-Filter mit Behälter kaufen möchten, empfehlen wir Ihnen den Flux+ 1,5 l und den Seeker+ 3 l (55 bzw. 60 US-Dollar). Siehe HydraPak 42-mm-Filterverschluss.
Typ: Quetsch-/Schwerkraftfilter. Gewicht: 110 g. Filterlebensdauer: 2000 Liter. Vorteile: Einfacher, vielseitiger Quetschfilter und Flasche für den persönlichen Gebrauch, langlebiger als Konkurrenzprodukte; Nachteile: Geringerer Durchfluss als bei der HydraPak-Filterkappe, schwerer und weniger vielseitig als der Sawyer Squeeze.
Für Touristen, die eine einfache Lösung suchen, ist ein Universalfilter mit Flasche eine der besten Optionen zur Wasseraufbereitung. Das Peak Squeeze-Set enthält einen Quetschfilter, ähnlich dem oben abgebildeten HydraPak-Filterdeckel, und vereint alles Notwendige in einem praktischen Set, indem es auf eine kompatible Softflasche geklebt wird. Dieses Gerät eignet sich hervorragend als mobiler Begleiter beim Trailrunning und Wandern, sofern Wasser verfügbar ist, und kann auch verwendet werden, um nach dem Camp sauberes Wasser in einen Topf zu füllen. Es ist im Vergleich zu Standard-HydraPak-Flaschen (einschließlich der im BeFree-Set unten enthaltenen) sehr robust, und der Filter ist ebenso vielseitig wie der Sawyer Squeeze, der ebenfalls auf Standardflaschen geschraubt werden kann. Er kann als Schwerkraftfilter verwendet werden, allerdings müssen Schlauch und Schmutzwasserbehälter separat erworben werden.
Beim Vergleich von LifeStraw und Konkurrenzprodukten schneidet der Peak Squeeze in einigen Punkten schlechter ab. Er ist größer und schwerer als der HydraPak-Filterdeckel mit Trinkflasche (oder der Katadyn BeFree) und benötigt zur Reinigung eine Spritze (im Lieferumfang enthalten). Anders als der Sawyer Squeeze hat er nur an einem Ende einen Ausgießer und kann daher nicht als Inline-Filter mit einem Trinksystem verwendet werden. Trotz der angegebenen hohen Durchflussrate verstopfte der Peak Squeeze zudem recht schnell. Der Preis liegt jedoch bei nur 44 US-Dollar für das 1-Liter-Modell (38 US-Dollar für die 650-ml-Flasche), und die Einfachheit und der Komfort des Designs sind unübertroffen, insbesondere im Vergleich zum Sawyer. Insgesamt empfehlen wir den Peak Squeeze eher für die einfache, eigenständige Verwendung als für jede andere Filtereinstellung. LifeStraw Peak Squeeze 1 l ansehen
Typ: Pumpenfilter/Wasserreiniger Gewicht: 482 g Filterlebensdauer: 10.000 Liter Vorteile: Der fortschrittlichste tragbare Wasserreiniger auf dem Markt. Nachteile: Mit 390 US-Dollar ist der Guardian das teuerste Modell in dieser Liste.
Der MSR Guardian kostet zwar zehnmal so viel wie viele gängige Wasserfilter, aber diese Pumpe ist genau das Richtige für Sie. Das Beste daran: Sie ist Wasserfilter und -reiniger in einem und bietet Ihnen somit optimalen Schutz vor Protozoen, Bakterien und Viren sowie einen Filter zur Entfernung von Schmutzpartikeln. Darüber hinaus verfügt der Guardian über eine fortschrittliche Selbstreinigungstechnologie (ca. 10 % des Wassers in jedem Pumpzyklus werden zur Filterreinigung verwendet) und ist deutlich weniger anfällig für Störungen als günstigere Modelle. Nicht zuletzt bietet der MSR eine extrem hohe Durchflussrate von 2,5 Litern pro Minute. Das Ergebnis: maximale Produktivität und absolute Sicherheit auf Reisen in weniger entwickelte Regionen oder andere Gebiete mit hohem Wasserverbrauch, wo Viren häufig über Fäkalien verbreitet werden. Der Guardian ist sogar so zuverlässig und praktisch, dass er auch vom Militär und als Notwasseraufbereitungsanlage nach Naturkatastrophen eingesetzt wird.
Sie werden keine schnellere oder zuverlässigere Filterpumpe finden, doch für viele ist der MSR Guardian überdimensioniert. Abgesehen vom Preis ist er deutlich schwerer und sperriger als die meisten Filter, wiegt etwas über 450 Gramm und ist etwa so groß wie eine 1-Liter-Wasserflasche. Die Reinigungsfunktionen sind zwar praktisch für Reisen und Camping in einigen Teilen der Welt, aber in den meisten Wildnisgebieten der USA und Kanadas nicht notwendig. Dennoch ist der Guardian der beste Rucksackreiniger auf dem Markt und für alle, die ihn brauchen, sein Geld wert. MSR bietet auch den Guardian Gravity Purifier (300 US-Dollar) an, der dieselbe fortschrittliche Technologie wie der Guardian nutzt, aber mit Schwerkraft arbeitet… Lesen Sie unseren ausführlichen Testbericht zum Guardian Purifier. Entdecken Sie das MSR Guardian Reinigungssystem.
Art: Chemischer Reiniger. Gewicht: 25,5 g. Dosierung: 1 Liter pro Tablette. Vorteile: Einfach und unkompliziert. Nachteile: Teurer als Aquamira, und man trinkt ungefiltertes Wasser direkt aus der Quelle.
Wie die Aquamir-Tropfen weiter unten, sind auch die Katahdin Micropur-Tabletten eine einfache, aber effektive chemische Wasseraufbereitung mit Chlordioxid. Camper haben einen guten Grund, sich für diese Methode zu entscheiden: 30 Tabletten wiegen weniger als 30 Gramm und sind damit die leichteste Wasseraufbereitungsoption auf dieser Liste. Außerdem ist jede Tablette einzeln verpackt, sodass die Dosierung an die jeweilige Reise angepasst werden kann (bei Aquamir müssen Sie unabhängig von der Reisedauer zwei Flaschen mitnehmen). Zur Anwendung von Katahdin geben Sie einfach eine Tablette in einen Liter Wasser und warten 15 Minuten für Schutz vor Viren und Bakterien, 30 Minuten für Schutz vor Giardia und 4 Stunden für Schutz vor Kryptosporidien.
Der größte Nachteil chemischer Wasseraufbereitung ist, dass das Wasser zwar sauber, aber dennoch ungefiltert ist (in der Wüste Utahs kann dies beispielsweise zu braunem Wasser mit vielen Organismen führen). In alpinen Gebieten mit relativ klarem Wasser, wie den Rocky Mountains, der High Sierra oder dem pazifischen Nordwesten, ist die chemische Aufbereitung jedoch eine hervorragende, ultraleichte Option. Beim Vergleich chemischer Aufbereitungsverfahren ist zu beachten, dass Aquamir-Tropfen zwar schwieriger anzuwenden, aber deutlich günstiger sind. Wir haben nachgerechnet und festgestellt, dass man für Katahdin-Wasseraufbereitung etwa 0,53 US-Dollar pro Liter zahlt, für Aquamir hingegen nur 0,13 US-Dollar pro Liter. Außerdem lassen sich Katadyn-Tabletten nur schwer halbieren und sind nicht für 500-ml-Flaschen geeignet (eine Tablette pro Liter), was besonders für Trailrunner mit kleineren Softflaschen unpraktisch ist. Siehe Katadyn Micropur MP1.
Typ: Flaschenfilter/Wasserreiniger. Gewicht: 450 g. Filterleistung: 246 Liter. Vorteile: Innovatives und benutzerfreundliches Reinigungssystem, ideal für internationale Reisen. Nachteile: Für lange Reisen weniger geeignet.
Bei Auslandsreisen kann Wasser ein heikles Thema sein. Durch Wasser übertragene Krankheiten treten nicht nur in abgelegenen Gebieten auf: Viele Reisende erkranken nach dem Trinken von ungefiltertem Leitungswasser im Ausland, sei es durch Viren oder Verunreinigungen aus dem Ausland. Die Verwendung von abgepacktem Flaschenwasser ist zwar eine relativ einfache Lösung, doch der Grayl GeoPress kann Geld sparen und gleichzeitig Plastikmüll reduzieren. Wie der deutlich teurere MSR Guardian filtert und reinigt auch der Grayl GeoPress Wasser – und das in einer schlichten, aber ansprechenden 710-ml-Flasche mit passendem Stempel. Man trennt einfach die beiden Flaschenhälften, füllt den inneren Presskolben mit Wasser und drückt auf den äußeren, bis sich das System wieder zusammenfügt. Insgesamt ist dies ein relativ schneller, einfacher und zuverlässiger Vorgang, solange man ständig Zugang zu Wasser hat. Grayl bietet außerdem die verbesserten Modelle UltraPress (500 ml, 90 US-Dollar) und UltraPress Ti (200 US-Dollar) an, die über eine robuste Titanflasche verfügen, mit der man auch Wasser über dem Feuer erhitzen kann.
Der Grayl GeoPress ist zwar eine ausgezeichnete Wahl für Reisen in weniger entwickelte Länder, seine Grenzen im Alltag sind jedoch unbestreitbar. Er reinigt nur 0,7 Liter (24 Unzen) auf einmal und ist daher nur für unterwegs geeignet, wenn stets eine Wasserquelle verfügbar ist. Zudem beträgt die Filterleistung lediglich 246 Liter (65 Gallonen), was im Vergleich zu den meisten hier vorgestellten Produkten sehr gering ist (Ersatzfilter sind bei REI für 30 US-Dollar erhältlich). Nicht zuletzt ist das System für sein Gewicht von unter einem Pfund recht schwer. Reisenden, die sich nicht von der Leistung oder dem Durchfluss des Grayl einschränken lassen möchten, bietet sich ein UV-Wasserfilter wie der unten vorgestellte SteriPen Ultra an. Allerdings ist die fehlende Filterfunktion ein erheblicher Nachteil, insbesondere bei Reisen in abgelegene Gebiete (dort ist der Zugang zu sauberem, fließendem Wasser unerlässlich). Insgesamt ist der GeoPress ein Nischenprodukt, aber kein anderer Flaschenfilter eignet sich besser für Reisen ins Ausland als der Grayl-Wasserfilter. Siehe GeoPress Greyl 24 oz Reiniger.
Typ: Komprimierter Filter. Gewicht: 74 g. Filterleistung: 1000 Liter. Vorteile: Sehr leicht, ideal zum Mitnehmen. Nachteile: Kurze Lebensdauer, passt nicht auf Standard-Wasserflaschen.
Der Katadyn BeFree ist einer der beliebtesten Wasserfilter für Outdoor-Aktivitäten und wird von Trailrunnern, Tageswanderern und Trekking-Begeisterten gleichermaßen genutzt. Wie beim Peak Squeeze ermöglicht die Kombination aus aufsteckbarem Filter und weicher Flasche das Trinken wie aus einer herkömmlichen Wasserflasche: Das Wasser fließt direkt durch den Filter in den Mund. Der BeFree unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten: Die größere Öffnung erleichtert das Nachfüllen, und das gesamte System ist mit nur 74 Gramm sehr leicht und deutlich kompakter. Wanderer bevorzugen möglicherweise den robusteren Peak Squeeze, während Ultraleicht-Wanderer (darunter Wanderer, Kletterer, Radfahrer und Läufer) mit dem BeFree besser bedient sind.
Wenn Ihnen der Katadyn BeFree gefällt, können Sie alternativ den oben genannten HydraPak-Filterdeckel erwerben und ihn mit der Softflasche kombinieren. Unserer Erfahrung nach ist der HydraPak in puncto Verarbeitungsqualität und Filterlebensdauer klar überlegen: Wir haben beide Filter gründlich getestet, und die Durchflussrate des BeFree (insbesondere nach längerem Gebrauch) war deutlich geringer als die des HydraPak. Falls Sie den BeFree zum Wandern in Betracht ziehen, könnte auch der Sawyer Squeeze eine Alternative sein. Dieser bietet eine längere Filterlebensdauer (praktisch eine lebenslange Garantie), verstopft nicht so schnell und lässt sich zu einem Inline-Filter oder einem Schwerkraftfilter umrüsten. Für ein kompakteres System als den Peak Squeeze hat der BeFree jedoch viele Vorteile. Siehe Katadyn BeFree 1,0-Liter-Wasserfiltersystem.
Art: Chemischer Reiniger. Gewicht: 85 g (insgesamt zwei Flaschen). Dosierung: 114 Liter Wasser auf 30 ml. Vorteile: Leicht, günstig, effektiv und bruchsicher. Nachteile: Das Anmischen ist umständlich, und das tropfende Wasser hinterlässt einen leichten chemischen Geschmack.
Für Touristen gibt es verschiedene Möglichkeiten zur chemischen Wasseraufbereitung, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen. Aquamira ist eine flüssige Chlordioxidlösung, die nur 15 Dollar für 85 ml kostet und Protozoen, Bakterien und Viren wirksam abtötet. Zur Wasseraufbereitung mischen Sie 7 Tropfen von Komponente A und Komponente B im mitgelieferten Deckel, lassen die Mischung fünf Minuten stehen und geben sie dann zu 1 Liter Wasser. Warten Sie anschließend 15 Minuten, bevor Sie das Wasser trinken, um sich vor Giardia, Bakterien und Viren zu schützen, oder vier Stunden, um Cryptosporidium abzutöten (was eine sorgfältige Vorbereitung erfordert). Dieses System ist zweifellos günstig, leicht und zuverlässig, anders als einige der komplexeren Filter und Aufbereiter auf dieser Liste.
Das größte Problem bei Aquamir-Tropfen ist das Mischen. Es kostet Zeit und Mühe, erfordert Konzentration beim Abmessen der Tropfen und kann bei unvorsichtiger Anwendung Kleidung bleichen. Aquamir ist deutlich komplexer als das oben beschriebene Katadyn Micropur, dafür aber günstiger und für verschiedene Flüssigkeitsmengen geeignet (Katadyn ist strikt auf 1 Tablette/Liter ausgelegt, was das Halbieren erschwert). Dadurch ist es ideal für Gruppen. Bedenken Sie außerdem, dass bei der Verwendung chemischer Wasseraufbereitungssysteme keine Filterung erfolgt und somit alle Partikel, die sich in der Flasche befinden, mitgetrinkt werden. Dies ist zwar generell für klares Gebirgswasser geeignet, aber nicht die beste Option für Wasser aus kleineren oder stehenden Gewässern. Weitere Informationen zur Aquamir-Wasseraufbereitung finden Sie hier.
Typ: Pumpenfilter. Gewicht: 309 g. Filterleistung: 750 Liter. Vorteile: Ein vielseitiger und zuverlässiger Filter, der selbst aus Pfützen sauberes Wasser gewinnt. Nachteile: Die Filter haben eine relativ kurze Lebensdauer und sind teuer im Austausch.
Pumpen hat zwar seine Nachteile, aber der Katadyn Hiker hat sich für uns als eine der zuverlässigsten Filteroptionen für verschiedene Wandersituationen erwiesen. Kurz gesagt: Man schaltet den Hiker ein, taucht ein Ende des Schlauchs ins Wasser, schraubt das andere Ende auf die Nalgene-Flasche (oder setzt es auf, falls man eine Flasche oder einen anderen Behälter verwendet) und pumpt das Wasser. Bei zügigem Pumpen erhält man etwa einen Liter sauberes Wasser pro Minute. Wir empfanden den Hiker-Mikrofilter als schneller und einfacher in der Anwendung als den unten beschriebenen MSR MiniWorks. Im Gegensatz zum oben beschriebenen MSR Guardian und dem unten beschriebenen LifeSaver Wayfarer ist der Hiker jedoch eher ein Filter als ein Wasserreiniger und bietet daher keinen Schutz vor Viren.
Die Katadyn Hiker ist zwar für Pumpen ideal konstruiert, aber auch diese Systeme sind nicht unfehlbar. Das Gerät besteht aus ABS-Kunststoff und hat viele Schläuche und Kleinteile. Bei anderen Pumpen sind uns in der Vergangenheit bereits Teile abgefallen (bei der Katadyn noch nicht, aber das wird sicher passieren). Ein weiterer Nachteil ist der recht teure Filterwechsel: Nach etwa 750 Litern muss man 55 US-Dollar für einen neuen Filter ausgeben (MSR MiniWorks empfiehlt einen Wechsel nach 2000 Litern, was 58 US-Dollar kostet). Trotzdem bevorzugen wir die Katadyn, da sie trotz der kürzeren Filterlebensdauer schneller und gleichmäßiger pumpt. Siehe Katadyn Hiker Mikrofilter.
Typ: Schwerkraftfilter. Gewicht: 340 g. Filterleistung: 1500 Liter. Vorteile: 10 Liter Fassungsvermögen, relativ leichtes Design. Nachteile: Der Mangel an sauberen Schwerkraftfilterbeuteln schränkt die Nutzung ein.
Der Platypus Gravity Works ist ein praktischer 4-Liter-Schwerkraftfilter, aber für Basislager und größere Gruppen empfiehlt sich der MSR AutoFlow XL. Der 10-Dollar-AutoFlow fasst bis zu 10 Liter Wasser und reduziert so die Anzahl der Wege zur Wasserquelle. Mit 340 Gramm ist er nur 14 Gramm schwerer als der Gravity Works, und der integrierte Filter liefert die gleiche Durchflussrate (1,75 l/min). Der MSR wird außerdem mit einem Weithals-Nalgene-Flaschenaufsatz für einfaches und auslaufsicheres Filtern geliefert.
Der größte Nachteil des MSR AutoFlow-Systems ist das Fehlen von „sauberen“ Filterbeuteln. Das bedeutet, dass Behälter (Trinkbeutel, Nalgene-Flaschen, Töpfe, Becher usw.) nur mit der AutoFlow-Filtrationsrate befüllt werden können. Der bereits erwähnte Platypus hingegen filtert Wasser in einen sauberen Beutel und speichert es darin, sodass es bei Bedarf schnell zugänglich ist. Beide Systeme erfordern zudem eine gute Vorbereitung für eine effektive Funktion: Wir hängen den Schwerkraftfilter lieber an einen Ast und empfinden ihn daher in alpinen Gebieten als schwierig einzusetzen. Insgesamt ist der MSR AutoFlow jedoch einen zweiten Blick wert, wenn Sie einen leistungsstarken Schwerkraftfilter mit hochwertigen Komponenten suchen. Siehe MSR AutoFlow XL Schwerkraftfilter.
Typ: Pumpenfilter/Reiniger. Gewicht: 323 g. Filterlebensdauer: 5.000 Liter. Vorteile: Die Filter-/Reiniger-Kombination kostet weniger als ein Drittel des oben genannten Guardian-Preises. Nachteile: Es gibt keine Selbstreinigungsfunktion, und der Filterwechsel ist bei Bedarf umständlich.
Die britische Firma LifeSaver ist im Bereich Outdoor-Ausrüstung nicht jedem ein Begriff, aber ihr Wayfarer hat sich definitiv einen Platz auf unserer Liste verdient. Wie der oben erwähnte MSR Guardian ist auch der Wayfarer ein Pumpenfilter, der Schmutzpartikel aus dem Wasser entfernt und gleichzeitig Protozoen, Bakterien und Viren herausfiltert. Kurz gesagt: Der Wayfarer erfüllt alle Anforderungen und das zu einem beeindruckenden Preis von 100 US-Dollar. Mit nur 323 Gramm ist er zudem deutlich leichter als der Guardian. Wenn Sie MSR mögen, aber kein so fortschrittliches Design benötigen, sollten Sie sich die Produkte von LifeSaver für den ländlichen Einsatz genauer ansehen.
Was müssen Sie in Kauf nehmen, da der Wayfarer deutlich günstiger ist? Erstens ist die Filterlebensdauer nur halb so lang wie beim Guardian, und leider bietet REI keinen Ersatzfilter an (er ist zwar auf der LifeSaver-Website erhältlich, kostet aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zusätzlich 18 US-Dollar Versand aus Großbritannien). Zweitens verfügt der Wayfarer nicht über eine Selbstreinigungsfunktion. Diese war eines der Hauptmerkmale des Guardian, das ihm über seine gesamte Lebensdauer einen so hohen Durchfluss ermöglichte (auch der LifeSaver hatte anfangs einen geringeren Durchfluss von 1,4 l/min). Im Vergleich zu Standard-Pumpenfiltern wie dem oben genannten Katadyn Hiker und dem unten genannten MSR MiniWorks EX bietet er jedoch mehr Schutz zum gleichen Preis. Angesichts der zunehmenden Besiedlung unserer Naturgebiete wird ein Pumpenfilter/Wasserreiniger immer sinnvoller, und der LifeSaver Wayfarer ist eine sehr erschwingliche Lösung. LifeSaver Wayfarer ansehen
Typ: Komprimierter Filter. Gewicht: 94 g. Filterleistung: 1000 Liter. Vorteile: Hoher Durchfluss, universell einsetzbar, passend für alle 28-mm-Flaschen. Nachteile: Kurze Filterleistung; die rechteckige Form erschwert die Handhabung.
Der bereits erwähnte GravityWorks von Platypus ist einer unserer Lieblingswasserfilter für Gruppen, und der hier vorgestellte QuickDraw bietet eine hervorragende Lösung für Einzelpersonen. Der QuickDraw ähnelt Modellen wie dem Sawyer Squeeze und dem LifeStraw Peak Squeeze, hat aber einen praktischen Vorteil: Dank des neuen ConnectCap lässt sich der Filter direkt auf Flaschen mit schmalem Hals schrauben. Ein praktischer Schlauchanschluss ermöglicht das einfache Nachfüllen per Schwerkraftfiltration. Der QuickDraw erreicht eine beeindruckende Durchflussrate von 3 Litern pro Minute (im Vergleich zu 1,7 Litern pro Minute beim Squeeze) und lässt sich kompakt zusammenrollen, um ihn in einem Rucksack oder einer Laufweste zu verstauen. Der mitgelieferte Platypus-Beutel ist deutlich robuster als der von Sawyer und verfügt über einen praktischen Tragegriff für bequemen Zugriff auf das Wasser.
Wir haben die QuickDraw- und Peak Squeeze-Filter eingehend getestet und Platypus aus mehreren Gründen hinter LifeStraw eingestuft. Erstens mangelt es ihm an Vielseitigkeit: Während der Peak Squeeze ein brauchbares, tragbares Gerät für Trailrunner ist, erschwert die ovale Form des QuickDraw und der hervorstehende Filter dessen Handhabung. Zweitens wies unser Platypus-Tank ein Loch auf, während die robuste, weiche LifeStraw-Flasche weiterhin dicht ist. Hinzu kommt, dass der QuickDraw-Filter nur die halbe Lebensdauer hat (1.000 l gegenüber 2.000 l), was angesichts des um 11 US-Dollar höheren Preises des LifeStraw enttäuschend ist. Schließlich verstopfte unser Reiniger zwischen den Reinigungen schnell, was zu einem quälend langsamen Schrumpfen des Tankvolumens führte. Dennoch hat Platypus einiges zu bieten, insbesondere die neue Connect Cap, die ihm einen Platz auf unserer Liste sichert. Siehe Platypus QuickDraw Mikrofiltrationssystem.
Typ: UV-Reiniger. Gewicht: 140 g. Lampenlebensdauer: 8000 Liter. Vorteile: Einfache Reinigung, kein chemischer Nachgeschmack. Nachteile: Nicht auf USB-Ladefunktion angewiesen.
SteriPen nimmt seit über zehn Jahren eine einzigartige Position auf dem Markt für Wasseraufbereitung ein. Anstatt auf die üblichen Schwerkraftfilter, Pumpen und chemischen Tröpfchen zurückzugreifen, nutzt die SteriPen-Technologie ultraviolettes Licht, um Bakterien, Protozoen und Viren abzutöten. Man stellt den SteriPen einfach in eine Wasserflasche oder einen Behälter und dreht ihn, bis das Gerät die Betriebsbereitschaft anzeigt – die Reinigung eines Liters Wasser dauert etwa 90 Sekunden. Unser Favorit ist das Modell Ultra: Es besticht durch sein robustes Design (140 Gramm), ein praktisches LED-Display und einen komfortablen Lithium-Ionen-Akku, der per USB aufgeladen werden kann.
Wir finden das Konzept des SteriPen großartig, sind aber nach längerer Nutzung etwas zwiegespalten. Die fehlende Filterung ist definitiv ein Nachteil: Wer Schlamm oder andere Partikel in Kauf nimmt, muss Wasserquellen mit der entsprechenden Tiefe verwenden. Außerdem nutzt der SteriPen einen per USB aufladbaren Lithium-Ionen-Akku. Ist dieser leer und man hat kein tragbares Ladegerät dabei, steht man in der Wildnis ohne Wasserdesinfektion da (SteriPen bietet auch den Adventurer Opti UV an, der robust ist und mit zwei CR123-Batterien betrieben wird). Schließlich ist es bei der Verwendung eines SteriPens schwierig, sich der korrekten Funktion – ob beabsichtigt oder nicht – absolut sicher zu sein. Wurde das Gerät in zu wenig oder zu viel Wasser eingetaucht? Ist der Desinfektionsprozess wirklich vollständig? Bisher sind wir aber durch den SteriPen noch nie krank geworden, diese Befürchtungen haben sich also nicht bewahrheitet. Siehe SteriPen Ultraviolett-Wasserreiniger.
Typ: Pumpenfilter. Gewicht: 454 g. Filterleistung: 2000 Liter. Vorteile: Eines der wenigen Pumpenmodelle mit Keramikfilter. Nachteile: Schwerer und teurer als der Katadyn Hiker.
Trotz aller Neuerungen zählt die MSR MiniWorks weiterhin zu den beliebtesten Pumpen auf dem Markt. Im Vergleich zur oben genannten Katadyn Hiker weisen beide Modelle die gleiche Filterporengröße (0,2 Mikrometer) auf und schützen vor denselben Schadstoffen, darunter Giardia und Cryptosporidium. Die Katadyn ist zwar 30 US-Dollar günstiger und leichter (312 Gramm), die MSR hingegen bietet eine deutlich längere Filterlebensdauer von 2.000 Litern (die Hiker nur 750 Liter) und verfügt über ein Carbon-Keramik-Design, das sich leicht im Gelände reinigen lässt. Insgesamt handelt es sich um eine hervorragende Pumpe einer der vertrauenswürdigsten Marken im Bereich der Wasserfiltration.
Wir nehmen den MSR MiniWorks aufgrund unserer eigenen Betriebserfahrung dennoch in unsere Liste auf. Die Pumpe erwies sich von Anfang an als langsam (die angegebene Fördermenge beträgt 1 Liter pro Minute, was wir jedoch nicht feststellen konnten). Zudem war unser Exemplar auf halber Strecke unserer Wanderung in Utah praktisch unbrauchbar. Das Wasser war stark trüb, was die Pumpe aber nicht daran hinderte, wenige Tage nach dem Auspacken den Geist aufzugeben. Das Feedback der Nutzer war überwiegend positiv, und wir freuen uns auf einen weiteren MiniWorks für zusätzliche Tests. Letztendlich werden wir uns aber für den leichteren und kostengünstigeren Katadyn entscheiden. Siehe MSR MiniWorks EX Mikrofilter.
Typ: Flaschen-/Strohhalmfilter. Gewicht: 247 g. Filterlebensdauer: 4000 Liter. Vorteile: Äußerst praktisch und relativ lange Filterlebensdauer. Nachteile: Schwerer und sperriger als ein weicher Flaschenfilter.
Für alle, die einen speziellen Wasserflaschenfilter benötigen, ist der LifeStraw Go eine attraktive Option. Wie der oben erwähnte Softfilter ermöglicht auch der Go eine kinderleichte Wasserreinigung. Die robuste Flasche bietet jedoch Langlebigkeit und Komfort für Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten – kein Drücken oder Kühlen der Hände nötig. Zudem hält der LifeStraw-Filter bis zu 4000 Liter durch und ist damit viermal so langlebig wie der BeFree. Insgesamt ist dies ein ideales und robustes System für Abenteuer, bei denen Gewicht und Größe keine große Rolle spielen.
Der LifeStraw Go ist zwar praktisch, bietet aber nicht viel mehr – man erhält eine Flasche gefiltertes Wasser, mehr nicht. Da es sich um einen Strohhalmfilter handelt, kann man mit dem Go kein Wasser in leere Flaschen oder Kochtöpfe füllen (wie beispielsweise mit dem BeFree oder Sawyer Squeeze). Außerdem ist der Strohhalm recht sperrig, was das Fassungsvermögen des Wassers verringert. Für kurze Ausflüge oder für alle, die ihr Leitungswasser filtern möchten, ist der LifeStraw Go jedoch eine der praktischsten und komfortabelsten Optionen. Siehe LifeStraw Go 22 oz.


Veröffentlichungsdatum: 29. Oktober 2024