Hallo zusammen! Habt ihr euch schon mal gefragt, was eigentlich in eurem Glas Wasser steckt, während ihr es aus dem Wasserhahn trinkt? Oder habt ihr genug vom leichten Chlorgeschmack, den Kalkablagerungen im Wasserkocher oder den unzähligen Plastikwasserflaschen? Dann seid ihr nicht allein. Immer mehr von uns suchen nach einer Lösung für dieses Problem: Wasserfiltersysteme für zu Hause. Doch bei der riesigen Auswahl – von Kannen über Wasserhahnaufsätze und Untertischgeräte bis hin zu riesigen Hausfiltern – kann die Entscheidung für das richtige System ganz schön schwierig sein. Lasst uns das Ganze mal genauer unter die Lupe nehmen!
Warum überhaupt filtern?
Obwohl die kommunale Wasserversorgung in vielen Gebieten so aufbereitet wird, dass sie den Sicherheitsstandards entspricht, können auf dem Weg vom Wasserwerk bis zum Wasserhahn Verunreinigungen eindringen. Hinzu kommt, dass die Standards variieren und manche Schadstoffe (wie bestimmte Schwermetalle, Pestizide oder Arzneimittelrückstände) schwerer zu entfernen sind oder nicht immer in allgemein akzeptablen Grenzwerten reguliert werden. Deshalb ist Filtern sinnvoll:
Geschmacks- und Geruchsverbesserung: Verabschieden Sie sich vom Chlorgeschmack und -geruch! Filter verbessern die Schmackhaftigkeit des Wassers deutlich.
Entfernung spezifischer Schadstoffe: Je nach Filtertyp können sie Substanzen wie Blei, Quecksilber, Arsen, Pestizide, Nitrate, Zysten (wie Cryptosporidium) und mehr entfernen.
Reduzierung von Sedimenten und Trübung: Filter fangen Rost, Sand und andere Partikel auf.
Weicheres Wassergefühl: Einige Filter reduzieren die Mineralien, die für die Wasserhärte verantwortlich sind, was zu weniger Kalkablagerungen und potenziell weicherer Haut und weicherem Haar führt.
Kosten sparen & Umweltfreundlich: Schluss mit Wasserflaschen! Gefiltertes Leitungswasser ist deutlich günstiger und vermeidet Unmengen an Plastikmüll. Das schont Ihren Geldbeutel und die Umwelt.
Seelenfrieden: Genau zu wissen, was im Trinkwasser enthalten ist (oder was nicht), bietet unschätzbare Sicherheit.
Filtertypen verständlich erklärt: So finden Sie den passenden Filter
Hier ein kurzer Überblick über die gängigsten Haushaltsoptionen:
Kannen-/Karaffenfilter:
So funktioniert es: Durch die Schwerkraft wird Wasser durch eine Kartusche (üblicherweise Aktivkohle +/- andere Filtermedien) gesaugt.
Vorteile: Preiswert, tragbar, einfach zu bedienen, keine Installation erforderlich. Ideal für kleine Haushalte oder Mieter.
Nachteile: Langsame Filtration, begrenzte Kapazität, häufiger Filterpatronenwechsel (etwa monatlich), geringere Wirksamkeit gegen manche Schadstoffe wie Fluorid oder Nitrate. Benötigt Platz im Kühlschrank.
Ideal für: Grundlegende Geschmacks-, Geruchs- und Chlorreduzierung sowie leichte Sedimententfernung. Ein solider Einstiegspunkt.
Wasserhahnfilter:
So funktioniert es: Direkt auf den Wasserhahn schrauben. Beim Umstellen des Umstellers fließt Wasser durch die angebrachte Kartusche.
Vorteile: Relativ preiswert, einfache Selbstmontage, gute Durchflussrate, bequemes, gefiltertes Wasser auf Abruf.
Nachteile: Kann sperrig sein, passt möglicherweise nicht zu allen Armaturentypen, Kartuschen müssen regelmäßig ausgetauscht werden, kann den Wasserdruck leicht verringern.
Ideal für: Alle, die gefiltertes Wasser direkt aus dem Wasserhahn genießen möchten, ohne einen Wasserfilter unter der Spüle installieren zu müssen. Gut geeignet zur allgemeinen Verbesserung der Wasserqualität.
Tischfilter:
So funktionieren sie: Sie werden neben dem Waschbecken platziert und über einen Umstellschlauch an den Wasserhahn angeschlossen. Oftmals werden mehrere Filterstufen verwendet (Aktivkohle, Keramik, manchmal Umkehrosmose).
Vorteile: Höheres Fassungsvermögen und oft bessere Filterleistung als Kannen- oder Aufsatzfilter. Keine feste Installation erforderlich. Umgeht die Untertischinstallation.
Nachteile: Benötigt Platz auf der Arbeitsfläche, erfordert (bei manchen Modellen) manuelles Anschließen/Trennen, ist langsamer als Untertischgeräte.
Ideal für: Mieter oder Personen, die eine bessere Filterung als mit einem Filterkrug benötigen, aber nicht in der Lage oder nicht bereit sind, einen Untertischfilter zu installieren.
Untertischfilter:
So funktioniert es: Die Filter werden unter der Spüle installiert und an die Kaltwasserleitung angeschlossen. Sie liefern gefiltertes Wasser über einen separaten Wasserhahn. Es können einfache Kohlefilter oder mehrstufige Systeme verwendet werden.
Vorteile: Hervorragende Filterleistung, außer Sichtweite, eigener Wasserhahn (oft stilvoll!), gute Durchflussrate, längere Filterlebensdauer.
Nachteile: Erfordert professionelle oder kompetente Heimwerkerinstallation, höhere Anschaffungskosten, benötigt Schrankplatz.
Ideal für: Hohe Filtrationsanforderungen, Familien und alle, die eine dauerhafte, hochwertige Lösung suchen. Die beste Wahl für die umfassende Entfernung von Schadstoffen.
Umkehrosmoseanlagen (RO-Anlagen) (oft unter der Spüle):
Funktionsweise: Wasser wird durch eine semipermeable Membran gepresst, wodurch bis zu 95–99 % der gelösten Feststoffe (Salze, Schwermetalle, Fluorid, Nitrate usw.) entfernt werden. Üblicherweise sind Vorfilter (Aktivkohle/Sedimentfilter) und ein Nachfilter vorhanden.
Vorteile: Höchster Reinheitsgrad. Entfernt ein breites Spektrum an Verunreinigungen. Hervorragender Geschmack.
Nachteile: Höhere Anschaffungs- und Wartungskosten, geringere Produktionsrate, Abwasserproduktion (Verhältnis 4:1 ist üblich), benötigt einen separaten Wasserhahn und Platz unter der Spüle. Entfernt außerdem nützliche Mineralien (einige Systeme führen diese wieder zu).
Ideal für: Gebiete mit bekanntermaßen schwerwiegender Verschmutzung, Brunnenwassernutzer oder alle, die möglichst reines Wasser wünschen.
Die richtige Wahl treffen: Wichtige Überlegungen
Bevor Sie kaufen, fragen Sie sich Folgendes:
Was bereitet mir die größten Sorgen? Geschmack? Chlor? Blei? Härte? Bakterien? Lassen Sie Ihr Wasser testen (viele Wasserversorger bieten Berichte an oder Sie verwenden ein Testkit), um zu erfahren, was Sie erwartet. Wählen Sie Ihren Filter passend zu Ihren Bedürfnissen.
Wie hoch ist mein Budget? Berücksichtigen Sie sowohl die Anschaffungskosten als auch die laufenden Kosten für den Filterwechsel.
Wie viel Wasser brauche ich? Ein Krug reicht für eine große Familie nicht aus.
Wie sieht meine Wohnsituation aus? Mieter bevorzugen möglicherweise Kannen, Wasserhahnhalterungen oder Arbeitsplatten.
Bin ich mit der Installation vertraut? Untertisch- und Umkehrosmoseanlagen erfordern mehr Aufwand.
Achten Sie auf Zertifizierungen! Seriöse Filter werden von unabhängigen Organisationen wie NSF International oder der Water Quality Association (WQA) nach spezifischen Standards zur Schadstoffreduzierung geprüft und zertifiziert (z. B. NSF/ANSI 42 für ästhetische, 53 für gesundheitsschädliche und 58 für Umkehrosmose-Wasserfilter). Das ist entscheidend – verlassen Sie sich nicht allein auf Werbeversprechen.
Fazit
Die Investition in einen Wasserfilter ist eine Investition in Ihre Gesundheit, Ihren Geschmack, Ihren Geldbeutel und die Umwelt. Es gibt nicht den einen „besten“ Filter für alle – die perfekte Wahl hängt ganz von Ihrer individuellen Wasserqualität, Ihren Bedürfnissen, Ihrem Budget und Ihrem Lebensstil ab. Informieren Sie sich, überlegen Sie, welche Stoffe Sie entfernen möchten, achten Sie auf wichtige Zertifizierungen und finden Sie das System, das Ihnen bei jedem erfrischenden Glas Wasser ein gutes Gefühl gibt.
Auf klarere, reinere und schmackhaftere Flüssigkeitszufuhr!
Und du? Benutzt du einen Wasserfilter? Welchen und warum hast du dich dafür entschieden? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren unten!
Veröffentlichungsdatum: 27. Juni 2025
